Britta und Seb on Tour

Verschiffung

Nach der Einholung zahlreicher Angebote für die Verschiffung haben wir uns für Interglobal Shipping entschieden, da der Preis konkurrenzfähig war und die Erreichbarkeit unserer Sachbearbeiterin ihresgleichen sucht. Die Verschiffung erfolgte am 26.9. mit der MV Grande Buenos Aires von Grimaldi ab Antwerpen nach Montevideo. Leider legte das Schiff dort schon mit zwei Tagen Verspätung ab. Wir werden später berichten, wie die Verschiffung funktioniert hat,  mit wieviel Verspätung und in welchem Zustand wir den Bus in Empfang nehmen.

 
 


Die Auto-Fähre im Hafen von Antwerpen.




Unser Schiff Grande Buenos Aires kam mit 7 Tagen Verspaetung in Montevideo an. Davon waren 2 Tage Verspaetung schon in Antwerpen angekuendigt worden und die anderen Tage ergaben sich aufgrund der stuermischen See. Die Abholung in Montevideo ist einfach. Das Geld fuer den Agenten, ca 350 USD, kann man sich sparen.

1. Bevor das Schiff anlegt, geht man schon mal zur Imigrations-behoerde und laesst sich dort das "Certificado de llegado"ausstellen. Kostet ca 100 Pesos und hat bei uns 20 Minuten gedauert.

2. Wenn das Schiff angekommen ist, gehts zu Grimaldi, wo man die Gebuehr von 599 USD in bar bezahlt. Der Betrag ist bei allen Autos gleich. Hier muss man das Original der Bill of lading vorlegen. Hat man diese Dokument nicht in Deutschland von der Reederei / Verschiffungsagentur erhalten, erhoehen sich die Gebuehren um 50 USD, da es vor Ort ausgedruckt werden muss. In den 599 USD ist auch eine Lagergebuehr fuer 5 Tage enthalten, die man nicht wegdiskutieren kann. Also kann man sein Auto 5 Tage im Hafen stehen lassen ohne zusaetzlich dafuer zu zahlen.

3. Dann gehts zur Aduana (keine Sorge die Mitarbeiter bei Grimaldi und an allen weiteren Stellen sagen wo man als naechstes hin muss). Hier fuellt man ein weiteres Dokument aus. Dabei muss man Kopien des Fuehrerscheins, Fahrzeugscheins und der Versicherungspolice abgeben.

4. Dann gehts zu ANP (Administration national del puerto) wo man die Transfer-gebuehr fuer das Auto zahlt. Die richtet sich nach dem Wert und dem Gewicht des Autos. Also bei unseren 2,8 Tonnen musste man einen Wert von unter 4000 USD angeben, damit die Gebuher bei 120 USD blieb. Ab einem Wert von mehr als 4000 USD haette sich die Gebuehr bereits verdoppelt. Der Wert des Autos wird nicht geprueft (wie auch) und die Frau will nur eine Zahl wissen. Einer hat bei einem nagelneuen Auto im Wert von 70.000 auch nur 4.000 angegeben und dadurch viel Geld gespart.
 
5. Dann gehts zu Buquebus im Hafengelaende. Die wissen Bescheid und leiten einen zum richtigen Schalter, naemlich zu den netten Damen, die uns sehr mit der Ausstellung des "Gestion Gratuito" amuesiert haben. Das Dokument dient als Nachweis fuer die Einfuhr des Autos und muss bei der Ausfuhr an einer Grenze wieder abgegeben werden, denn dann erhaelt man ein neues Einfuhrdokument, das des jeweiligen Landes.

6. Vor dem Buero wartet dann ein Mann, der mit uns zusammen in das Buero geht, wo man der Bus abgestellt war. (Unser Bus stand in der Halle gegenueber von Buquebus). Hier werden die Hafenpapiere ausgefuellt, man unterschreibt, dass man sein Fahrzeug ausgehaendigt bekommen hat und

7. dann faehrt man mit dem Auto bei Buquebus vor. Dort wir die Zollinspektion durchgefuehrt: einmal ums Auto gehen, fragen wie viele Ersatzraeder vorhanden sind und (vielleicht nur aus Neugier) einmal ins Auto schauen. Zurueck im Buero erhaelt man die finalen Papiere. Fertig. Man kann den Hafen verlassen. Falls man noch Sachen im und am Auto sortieren muss, hat man hier Zeit dazu. Wir nahmen uns ca 1 Stunde Zeit, um den Dachgepaecktraeger montiert, Sandbleche aussen anzubringen...


Allgemein als Tipp fuer die Verschiffung bleibt es bei dem Geschriebenen auf anderen Seiten. In Afrika werden die Autos "links gemacht" und von Unbefugten nach Wertsachen oder sonstigen nuetzlichen Gegenstaende durchsucht. Bei den 15 Auto die zusammen mit unserem verschifft wurden, wurde ein Auto ueberall geoeffnet, alle Schraenke aufgemacht, zum Teil aufgebrochen, sogar Toilettenreiniger und Teedosen geoffnet. Am Ende war viel kaputt und nur eine Warnweste und Klebeband gestohlen. Dieses Fahrzeug hatte eine Zentralverriegelung und man konnte ohne Probleme alle Tueren und den Kofferraum oeffnen. Bei allen anderen Fahrzeugen, die in der Fahrerkabine leer waren und bei denen der Durchgang nach hinten verschlossen war (Trennwaende, Gitter...) hat nichts gefehlt.
Wir hatten drei kleine Beulen in den Tueren und man hat mit dem Schluessel sogar die Motorklappe geoeffnet, vermutlich auf der Suche nach Wertsachen. Alle anderen Schloesser waren ausgetauscht und konnten nicht geoeffnet werden. 



Unsere Verschiffungsagentur empfehlen wir sehr gerne weiter: sehr netter Kontakt und eine gute Betreuung:

INTERGLOBAL Shipping GmbH
Uhlandstr. 3
28211 Bremem
Frau Fischer: +49 421/34 065-12
gabriele.fischer@interglobalshipping.de

 




Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Amei, 09.02.2017 um 20:13 (UTC):
Eine bessere Erklärung dieses mir schrecklich schwierig vorgestellten Prozesses kann es nicht geben. Nun habe ich einen Zettel mit den Einzelschritten. Fühle mich wunderbar erleichtert.



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